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Personalentwicklung – Der Mensch im Mittelpunkt

“Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt”

„Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit und unseres Handelns“, rief Honecker im Juni 1969. „Der Mensch steht im Mittelpunkt“ erklärte Angela Merkel, bei Ihrer Regierungserklärung im Januar 2014.

„Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“ ist bei Renault – wie bei sehr vielen anderen Unternehmen auch – auf der Unternehmenswebsite zu lesen.

Sinnentleerte Aussage oder Bestandteil moderner Personalarbeit?

Ob Frau Merkel Erich Honecker zitierte, bezweifle ich. Die Aussage wird oft gebraucht und ist kaum auf eine bestimmte Person zurück geführt werden. Im Fokus der Politik oder als Ursache des Unternehmenserfolges, der „Mensch im Mittelpunkt“ erscheint als abgedroschene Phrase. Stupidedia, die „sinnfreie Enzyklopädie“ reiht die Aussage in die Kategorie „Nichts aussagende Phrasen“ gleich neben „Die Zimmer sind hell und freundlich“ (Hotelanlagen) ein.

„Der Mensch im Mittelpunkt“ – klar, was sonst!? Die Betonung scheint überflüssig. Wenn es um den Erfolg eines Unternehmens geht, waren meistens oder vor allem die Mitarbeiter beteiligt. Ohne das Personal geht es normalerweise nicht. Entsprechend sind die Mitarbeiter Gegenstand guter Personalarbeit. Der „Mensch im Mittelpunkt“ ist ein Unternehmensleitbild, aus dem sich die Anforderungen an die Personalarbeit ableiten.

Der lange Weg der Mitarbeiter in den Mittelpunkt der Personalarbeit

Doch was heute abgedroschen und sinnentleert klingt, war nicht immer selbstverständlich. Das Bewusstsein für die Wertigkeit der Mitarbeiter als wichtiger Faktor im Unternehmenskontext musste sich erst entwickeln. Ein Blick in die Geschichte der Personalarbeit zeigt, dass der Weg des Personals in den Mittelpunkt der Unternehmensleitbilder und der Personalarbeit recht lang war.

Von der Personalverwaltung zum Personalmanagement

Noch in den 60er Jahren galten Mitarbeiter als Produktionsfaktor. Personalarbeit bedeutete, die Ressource Mitarbeiter effektiv zu disponieren. Der Mensch im Unternehmen wurde als Objekt gesehen. Er wurde vom Unternehmen gestaltet und gesteuert. Personalarbeit bedeutete Personalverwaltung. Es galt, die Arbeitsleitung der Mitarbeiter zu verwalten und gewinnbringend einzusetzen.

Seit den 80er Jahren verändert sich dieser Blick auf die Mitarbeiter. Neben der Produktivität des Personals wurde die Frage nach der Zufriedenheit der Mitarbeiter wichtiger.  Der Mensch rückte Stück für Stück in den Mittelpunkt der Personalarbeit. Wurde das Personal bis dahin „verwaltet“, werden heute die Interessen der Mitarbeiter sowie die des Unternehmens “gemanagt”. Deutlich wird die Entwicklung von der Personalverwaltung zum Personalmanagement.

Mitarbeiterzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt

Heute sind die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens gleichermaßen wichtig für eine moderne HR-Arbeit. Die Mitarbeiter werden „entwickelt“, es geht um ihr persönliches Fortkommen im Unternehmen und gleichzeitig um den Nutzen, den das Unternehmen daraus zieht. Der Mitarbeite ist tatsächlich im Mittelpunkt – gemeinsam mit der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, über moderne Personalarbeit, rufen Sie mich gern an!

Cornelia Rasch: 0173-6971227

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